27. Januar 2020Von der KI zum Produkt: Der TEAL Prototyp

Ja, wir haben Großes vor: TEAL möchte das neue Smart Blockchain Ecosystem aus Europa werden und mit seiner Kombination aus proprietärer, bewährter KI und dezentraler Infrastruktur der Blockchain eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten schaffen. In den letzten Monaten haben wir an vielen Meilensteinen auf dem Weg zu diesem Ziel gearbeitet: Die Vorbereitungen für unseren IEO laufen auf Hochtouren (mehr dazu demnächst). Unser Whitepaper erklärt auf mehr als 50 Seiten den USP und die Vision von TEAL sowie die Entwicklung des E-Commerce- und Recommendation-Marktes im dezentralen Web. Auch an ersten Produkten arbeiten wir.

Unser erster Streich ist der TEAL Marketplace. Ein Marktplatz, der Nutzer miteinander vernetzt und jedem Einzelnen auf Basis seiner aktiv bereitgestellten Informationen die jeweils beste Empfehlung oder Antwort zuliefert – nicht mit klassischem Tracking, sondern basierend auf Sigma-Milieus und ähnlichen Interessen, Abneigungen und Kaufhistorien. Dafür sorgt der TEAL Kommunikationsassistent. Dieser persönliche Assistent wird die visuelle und Voice-Schnittstelle des Nutzers zum Marketplace bilden und als Ein- und Ausgabemaske für unsere proprietäre TEAL KI dienen.

Klingt vielleicht wie jede andere Personalisierungslösung aus dem WWW, ist aber ganz anders. Davon wollt ihr euch selbst überzeugen? Wir haben anhand unserer KI und mit vollständig anonymisierten, öffentlich bereitgestellten Daten einen Prototyp gebaut. Noch ist er in der Alpha-Phase und hat natürlich längst nicht alle Funktionen, die das finale Produkt bietet. Wir geben euch hier aber schon einen ersten Eindruck, was mit einer assoziativen Intelligenz und frei verfügbaren Daten möglich ist, ohne die Privatsphäre Einzelner zu verletzen.

Der Weg zum Prototyp
In der Theorie ist es simpel: Man nehme sein eigenes KI-Programm und einen Datensatz. Man leite aus dem Datensatz Muster ab. Man führe das Programm mit dem Datensatz zusammen, sodass diese Ergebnisse auf großer Ebene abgebildet und Zusammenhänge selbst aufgezeigt werden. Man schreibe weitere Programme, die diese Zusammenhänge visualisieren und so für Nutzer zugänglich machen.

In der Praxis hatten wir bereits das Programm, aber nicht den Datensatz. Auf dem TEAL Marketplace sollen Nutzer die Möglichkeit haben, den Kommunikationsassistenten mit öffentlich zugänglichen Daten wie ihren Social-Media-Posts auf ihre Bedürfnisse zu trainieren. Nun haben wir für den Prototyp noch keine Nutzer, dafür aber mit frei verfügbaren Datensätzen, die zum Training solcher Algorithmen bereitstehen, gearbeitet. Eingebunden haben wir für die Zielgruppenberechnung Postings aus Facebook und Instagram. Wir haben die Faktoren Zeit, Interesse, Ort, Locations und Geodaten berücksichtigt.

Mit diesem Trainingsdatensatz, einem Produktkatalog, wie ihn ein Online-Marktplatz später auch enthalten würde, und einer Karte von der Insel Mallorca (eine der diversesten Testlocations der Welt) konnten wir unseren Prototypen trainieren und in einem App-Interface ausgeben.

Der Prototyp im Überblick
Die entstandene App zeigt vier Funktionen, die der Kommunikationsassistent auf dem TEAL Marketplace später auch haben wird.

  1. Startbereich: Jeder (fiktive) Nutzer sieht sein persönliches Nutzerprofil mit allen hinterlegten Informationen. Und er kann sie jederzeit anpassen. Im Marketplace wird er diese Informationen später über seinen Private und Public Key absichern – da kommt die Blockchain ins Spiel. Die KI greift auf diese Informationen zu, vergleicht sie mit anderen Nutzern und erkennt Muster und Zusammenhänge, die jeden Nutzer einzigartig machen.

    Hier seht ihr, wie unser Prototyp die Nutzertypen nach dem Schema der Sigma-Milieus berechnet und die Informationen so gewichtet, dass ein individueller Nutzer mit seinen Vorlieben und Abneigungen erkennbar ist.
  2. Entdecken: Ein Nutzer stellt eine Suchanfrage und bekommt darauf basierend Empfehlungen für seinen Kauf oder seine Reise. Anders als bei herkömmlichen Recommendation Engines basieren diese auch auf dem Ton seiner Postings, den Geschäften, die er gern besucht, und anderen Vorlieben. Nur die Informationen, die der Nutzer berücksichtigt haben möchte, beziehen wir ein. Auch Werbung oder weiterführende Informationen findet er hier.
  3. Radar: Mit dieser Funktion verzahnt der TEAL Marketplace Online Shopping mit dem Ladengeschäft. Welche Restaurants, die zu meinen Bedürfnissen passen, sind in der Nähe? Ich habe gerade für meine Frau nach Schmuck von Pandora gesucht? Dann wird mir auch ein Swarowski-Geschäft angezeigt, basierend auf den Erfahrungen der KI mit Leuten, die mir ähnlich sind. Nicht aber Thomas Sabo – die KI erkennt, dass Käufer mit Pandora-Armbändern nicht auch noch ein Sammelarmband des Konkurrenten wollen.

    In unserem Video-Beispiel seht ihr, wo sich andere für unseren Testnutzer interessante Personen befinden.
  4. Personen: Der TEAL Marketplace bringt nicht nur Nutzer und Produkte zusammen, er erlaubt uns gemeinsame Erlebnisse wie Reisen, spontane Konzertbesuche oder einfach die Kontaktpflege mit Menschen, die uns wichtig sind. Das können auch neue Freunde sein, die Dinge gemein haben: Zum Beispiel Hundehalter, Jazz-Fans oder Freeclimber. Bei sozialen Netzwerken wie Facebook braucht es dafür Gruppen mit Moderatoren. Unser Prototyp kann Leute mit einer zentralen Gemeinsamkeit, die sich auch sonst gut verstehen werden, auf Knopfdruck zusammenführen und ihnen mit Chats den Aufbau einer Freundschaft erleichtern. Wenn man beispielsweise einen Wandergefährten auf Mallorca sucht, mit dem man sich auch etwas zu erzählen hat.

    Dieses Video demonstriert die Suche nach Gleichgesinnten – Digitaler Zwilling genannt. Diese Funktion schafft die Grundlage für das nachgelagerte Zusammenführen von Menschen über den TEAL Marketplace und dient zugleich als Lernumgebung für die oben erläuterte Entdecken-Funktion von Produkten und Dienstleistungen.

Wie es weitergeht?
Wer es selbst ausprobieren möchte: Wir arbeiten derzeit an einer Schnittstelle, mit der ihr eure eigenen Accounts andocken und einfach mal stöbern könnt. Die Daten bleiben natürlich im Testdatensatz und werden nicht in den späteren Marktplatz überführt.